Über  Kasachstans „Atom“-Projekt

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В номере: 2015

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Am 29. August 2012 rief der Präsident der Republik Kasachstan Nursultan Nasarbayev auf der internationalen Atomabrüstungskonferenz das „ATOM“-Projekt ins Leben. „ATOM“ steht für „Abolish Testing. Our Mission“ (Die Testsaufhebung ist unsere Mission) und bezeichnet eine internationale Kampagne, die auf ein internationales Atomwaffentestverbot und eine weitere Atomwaffenabrüstung abzielt. Das Datum wurde nicht zufällig ausgesucht, denn der 29. August wurde von der UNO zu Ehren der Schließung des Semipalatinsker Atomwaffentestplatzes im Jahre 1991 zum internationalen Handlungstag gegen Atomwaffentests erklärt.

Es ist ebenfalls kein Zufall, dass Kasachstan einer der Hauptinitiatoren Projektes ist. Von 1949 bis 1991  hat die Sowjetunion 456 Atomexplosionen mit der Stärke von mehr als 2500 Hiroshima-Bomben auf dem Semipalatinsker Atomwaffentestplatz durchgeführt. Von den Folgen dieser Atomwaffentests litten über eineinhalb Millionen Menschen, ein riesiges Gelände wurde verstrahlt – und das bis heute. Kasachstan hat bereits gehandelt, denn es hat auf mehr als einhundert schwere Raketen mit mehr als 1000 Atomsprengköpfen, die auf dem Staatsgebiet stationiert wurden, verzichtet und die Infrastruktur des Atomwaffentestplatzes zerstört.

In den letzten Jahrzehnten sind die Forderungen nach einem Verbot von Atomwaffen und Atomwaffentest in den Hintergrund geraten. Im Rahmen des Projektes wird angestrebt, den Regierungen und der Weltöffentlichkeit die Gefahren und Langzeitfolgen von Atomwaffentests und der Aufbewahrung von Atomarsenalen in Erinnerung zu rufen.

Das ATOM–Projekt versucht durch Öffentlichkeitsarbeit, die katastrophalen Folgen von Atomwaffentests für die fast 15 Millionen Verstrahlungsopfer in Ländern wie Kasachstan, Japan, Algerien und  den Marshallinseln aufzuzeigen. Im Rahmen des Projektes werden zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt, die sich unter anderem mit den Bedrohungen beschäftigen, die aus dem bereits existierenden Atomwaffenarsenal und terroristischen Gruppierungen ausgehen.

Für eine höhere Reichweite und Effektivität, strebt das ATOM-Projekt eine Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen, Parlamentariern und bürgerlichen Aktivisten an. Diese kann durch eine breite öffentliche Unterstützung erleichtert werden.

Das ATOM–Projekt stößt auf internationales Interesse: Es  wurde bereits bei der UNO, der OSZE, bei der Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen sowie in zahlreichen Hauptstädten vorgestellt.

Zurzeit läuft eine Petition des Projektes gegen Atomwaffentests auf der Seite www.theatomprojekt.org. Sie wurde bereits von über 158.000 Menschen aus mehr als 100 Ländern unterschrieben.

Der Artikel wurde verfasst auf Grundlage des vom Generalkonsulat Kasachstans bereitgestellten Materials.

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